Arctic Auditories – Hydrospheres in the High North
„Arctic Auditories – Hydrospheres in the High North“ (NFR 325506, 2021-25) ist ein interdisziplinäres Projekt, das auf feministischen Methoden basiert.
Es verbindet Wissenschaft und Methoden aus den Bereichen Klangkunst, Humangeographie und angewandte Musikethnologie, um Strategien zum Verständnis von Umweltveränderungen durch Klang zu entwickeln.
Das Projekt konzentriert sich auf Wasserumgebungen und zielt letztlich darauf ab, innovative interdisziplinäre, ermächtigende und demokratische Hörstrategien zu entwickeln, die dem Einzelnen und der Gesellschaft im weiteren Sinne helfen, radikale Vorstellungen von einer Zukunft jenseits von Umweltängsten zu entwickeln.
Weitere Informationen finden Sie auf der Projekt-Website.


Erschienen in der UNESCO“Collection universelle de Musique Populaire Enregistrée“, aktuell in der Sammlung des Museé d’Ethnographie de Neuchâtel. (Foto: Sara Valentina Hauser).
Listening to Inuit Songs, Sounds and Voices through the Museum
Die Auseinandersetzung mit Inuit Songs durch nicht-Inuit ist geprägt von einem westlichen Musikverständnis und exotischen Vorstellungen von Inuit und der Arktis. Aus einer Inuit Perspektive handelt es sich bei traditionellen Songs jedoch nicht nur um Musik – auf Inuktitut existiert auch kein entsprechender Begriff – sondern vielmehr um historische Berichte, Lebens- und Alltagsgeschichten, teilweise mit pädagogischem Zweck, sowie um traditionelles ökologisches Wissen. Songs und ‘Vocal Games’ wie Katajjaq sind darüber hinaus zudem eine Form der Interaktion zwischen dem Sänger bzw. der Sängerin und der arktischen – menschlichen, tierischen und ‘more-than-human’ – Umwelt.
Am Beispiel eines ethnographischen Inuit Song und Sound Archivs, dem sogenannten „Archives Sonores Inuit“ (1938/1939), welches sich im Musée d’Ethnographie de Neuchâtel befindet, beschäftigt sich das interdisziplinäre Dissertationsprojekt mit der folgenden Frage: Inwiefern beeinflussen koloniale Logiken, Formen der Wissensproduktion und (sonische) Vorstellungen von Inuit und der Arktis, Praktiken der Erhaltung, Aufarbeitung, Kuration und/oder Vermittlung von Inuit Songs, Sounds und Stimmen in der Schweiz, insbesondere in Museen als sogenannte „Kontaktzonen“?
