Ecology & Community:
Cultural Environmental Perspectives

Eruptions Across Disciplines: Where Climate Meets History

Niklaus Bartlome und Richard Warren sind Doktoranden im interdisziplinären VICES-Projekt an der Universität Bern, das Geschichts- und Klimawissenschaft miteinander verbindet. Ihr gemeinsamer Schwerpunkt liegt darauf, zu untersuchen, wie sich Vulkanausbrüche auf Klimasysteme und Gesellschaften auswirken – von lokalen Ernten bis hin zu globalen Zusammenhängen. Ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist ClimeApp, eine digitale Webanwendung, die Klimadaten für die historische Forschung zugänglich macht.

Diese Folge des Podcasts des Instituts für Geschichte der Universität Bern fragt, was wir aus dieser Verflechtung lernen können: Wie lassen sich Klimadaten und historische Quellen in einen Dialog bringen? Und welche neuen Perspektiven ergeben sich, wenn Klimawissenschaft und Geschichte gemeinsam die Spuren von Vulkanausbrüchen in Vergangenheit und Gegenwart nachzeichnen?

Jährliche Temperaturanomalie 1422-2000.
Quelle: Screenshot ClimeApp

Sur la route (5/5): Der Krimi der Schweizer Autobahnen

Die Schweizerinnen und Schweizer haben am 24. November 2024 die Finanzierung des Ausbaus von sechs Autobahnabschnitten abgelehnt. Ein seltener Sieg für die Autobahngegner, der einen Wendepunkt im Verhältnis der Schweizer Bürgerinnen und Bürger zu den Schnellstraßen markiert. Denn seit den 1950er Jahren finden die Argumente für ein nationales Hochgeschwindigkeitsnetz bei einer Mehrheit der Bevölkerung Anklang. Das Ideal der Freiheit, mehr Sicherheit und ein flüssigerer Verkehr sind Versprechen eines Fortschritts, den sich ein Teil der Schweizer Bevölkerung wünscht. Doch schon bei den ersten Bauprojekten wurden kritische Stimmen laut. Von der Weigerung, das Wort «Autobahn» zu verwenden, das zu sehr an den Nationalsozialismus erinnert, bis hin zu den ökologischen Argumenten, die in den 1970er Jahren aufkamen, liess der Widerstand nicht nach, auch wenn er nur wenige Erfolge verbuchen konnte.

Tiphaine Robert, Historikerin und Autorin eines vom SNF finanzierten Forschungsprojektes: L’auto autocrate? Eine politische Geschichte des Autos in der Schweiz (1950–2000) spricht mit Pierre Jenny vor der Abstimmung vom 24. November 2024.

Das AKW als Baudenkmal

2025 fand eine internationale Konferenz zum baukulturellen Erbe des Atomzeitalters statt, die auch den Umgang mit den Atomkraftwerken der Schweiz beleuchtete.
Das Radio SRF und das Radio Raabe haben in zwei Beiträgen über die Nuclear Cultural Heritage Konferenz an der Universität Bern berichtet.

Foto: Elia Schneider, 2025
Naturjodler Bernhard Betschart ist mit dem archaischen Muotathaler Jüüzli aufgewachsen. Bild: ZVG / Bernhard Betschart

Vom Kuhschrei zum Jodeldiplom: Geschichte einer Vokaltradition

Der Schweizer Jodel ist Teil des Immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO. Doch was steckt hinter dieser Vokaltradition? Wie hat sich der Jodel im Laufe der Geschichte verändert? In Bezug auf seinen Klang, seine Funktion und seine Wahrnehmung in der Gesellschaft?

Dr. Lea Hagmann spricht in der Passage über verschiedene Formen und Traditionen des Jodels, Landschaftsbezüge, Reglementierungen und zeitgenössische Entwicklungen.

Den Ozean neu denken in Zeiten der globalen Erwärmung

David Castillo, Doktorand am Institut für Theaterwissenschaft, diskutiert mit dem Ozeanografen Kai Schulz über marine Ökosysteme und ihre Verflechtungen mit anderen Systemen wie beispielsweise „der Erde“.  Sie hinterfragen unser Verständnis von „dem Globus“ und diskutieren, ob er Ozeane und andere Gewässer ebenso umfasst wie terrestrische Zonen.

Gast: Kai Schulz, Gastwissenschaftler am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und außerordentlicher Professor an der School of Environment der Southern Cross University, Australien

Gastgeber: David Castillo, Doktorand am Institut für Theaterwissenschaft in Bern.

Die Podcastfolge ist Teil des Podcasts „Rethinking the Global“, der von Prof. Dr. Elize Mazadiego und den Doktorierenden des Global Studies Programms der Graduate School for the Arts and Humanities an der Universität Bern gehostet wird.

Katajjaq – Ein Inuit Kehlkopfgesangsspiel

Was passiert, wenn Musik auch Spiel, Atem, Dialog ist?
Sara Valentina Hauser erkundet Katajjaq, die Tradition des Kehlkopfgesangs der Inuit, der oft von zwei Frauen in spielerischem Wettstreit aufgeführt wird.
Katajjaq ist mehr als nur Musik oder Spiel, es ist eine lebendige Praxis aus Rhythmus, Lachen, Kommunikation, Verbundenheit und Widerstandsfähigkeit – in der sich Stimmen vermischen und die Natur und Gemeinschaft feiern.

Die Podcastfolge ist Teil des neuen Kanals «Fieldnotes & Footnotes» des Walter Benjamin Kollegs.